Es war mittlerweile Mitte April und man musste sich noch früher anstellen zum Essensempfang, so dass es lange dauerte bis man an der Reihe war. Es war so gegen 13.00 Uhr und der Pozsgai Stefan und ich hatten noch kein Essen.
Vor dem Lagertor fuhr ein LKW vor. Ein paar Wachsoldaten und ein Offizier verhandelten mit der Lagerleitung. Auf einmal rief der Lagerleiter 50 Mann freiwillig zur Arbeit. Ich sagt zum Stefan komm wir melden uns.
Er sagte:“ Jetzt kurz bevor wir unser Essen bekommen? – Nein!“
Ich aber überlegte nicht lange und stellte mich in die Reihe. Nachdem wir ein paar Mal gezählt wurden, ging das Tor auf und die Posten brüllten: „ Dawai na Maschina.“
Wir saßen auf dem Boden des Lkw, die Posten vorne im Führerhaus. Nach rund einer Stunde Fahrt waren wir in Subotica Jugoslavien.
Wir kamen in ein unbewohntes Haus. Der Offizier suchte einem der kochen kann und einen Helfer. Ich meldete mich.
Am nächsten Morgen hieß es antreten zur Arbeit.
Die Posten führten uns in ein großes Lebensmittellager, wo einige Stapel von Hülsenfrüchte waren, sowie Knäckebrot, Tabak und Zigaretten. Einfach alles was die Russen beim Vormarsch von unserer Wehrmacht erbeuteten
Hier hatten wir immer wieder die Gelegenheit etwas zusätzlich zu unserer Verpflegung zu organisieren, so dass ich meinen Entschluss mich freiwillig zur Arbeit zu melden, nicht bereut habe. Inzwischen war der Krieg zu Ende und die Russen waren nicht mehr so streng zu uns. Aber dafür kam es immer wieder vor, dass sich Jugoslawen in die Kolonne drängten und auf uns einschlugen. Da waren wir manchmal froh, dass wir von den russischen Posten geschützt wurden.