Endlich ging es schneller, doch als ich ins Lager kam, waren die guten Plätze belegt. Das Bombardierte Gebäude war an der Stelle wo die Mauer weggerissen war noch nicht belegt. Der Platz gefiel mir gar nicht, denn ich dachte an den bevorstehenden Winter. Hier war ich richtig der Kälte und dem Zug ausgesetzt. Am nächsten Morgen ging es zur Arbeit nach Charkow.
Hier haben wir den Winter über hauptsächlich Aufräumungsarbeiten gemacht.
Weil wir aber vom Transport her noch sehr schwach waren, haben einige Kameraden den ersten Winter schon nicht überlebt. Ich musste einmal mit zur Beerdigung von vie toten Kameraden.
Wir fuhren auf ein Feld außerhalb der Stadt und begannen ein Grab zu schaufeln.
Wir gruben bis zum Abend ohne Mittagessen, doch das Grab war noch immer nicht tief genug. Der Boden war gefroren und wir hatten keine Kraft mehr. Es wurde schnell dunkel und wir mussten zurück ins Lager. So befahl der Posten, die Toten einfach ins Grab zu legen.
Die mit Schnee vermischte Erde wird das Grab wohl im Frühjahr wieder frei gelegt haben.
Es dauerte nicht lange und eines Abends nach der Zählung wurde eine Art Tauglichkeitsprüfung gemacht.
Am anderen Morgen kamen mehrere Lastkraftwagen vorgefahren und wir 450 Mann wurden nach Kaminavogangebracht. Es war außerhalb eines Ortes auf einer Anhöhe.
Das Lager war zwar mit Stacheldraht umzäunt, aber innen war nur ein Bunker vorhanden. Wir mussten unsere Bunker und Baracken erst selbst bauen. Wir haben die zwei Bunker in einem Tag gebaut, mit Stroh bedeckt und Erde drauf.
Andere fingen an aus Dachlatten zweistockhohe Pritschen zu bauen.