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Meine Verletzungen waren nicht schwer, so dass man mich bis zum Ende der Schicht um 22 Uhr liegen lassen konnte.
Dann kam ein Lkw und brachte uns zurück ins Lager. Der Postenführer gab seine Meldung vor dem Lagertor und ich wurde von den anderen Kameraden direkt in die Sanitätsbarracke gebracht. Der russische Lagerarzt, ein Oberleutnant sah mich kurz an und befahl dann dem deutschen Sanitäter mich zu verarzten. Am nächsten Tag braucht ich nicht zur Arbeit zu gehen. Ich galt als Kranker im Lager.
Aber gegen Nachmittag ging ich an das obere Lagerende, wo ein älterer Kamerad aus Siebenbürgen, Steine aus Lehm und gehacktem Stroh machte. Ich sah ihm eine Weile zu wie er die gefüllte Form auf einen ebenen Platz ausstülpte. Ich hatte mich ja schon über einen halben Tag erholt und fing an den Kameraden zu helfen. Er erklärte mir wie ich die gefüllte Form entleeren soll.
Es klappte bald einwandfrei, denn ich hatte schon eine kleine Vorkenntnis von dieser Arbeit. Ganz vertieft in diese Arbeit merkte ich erst später das mich der Lagerarzt beobachtete. Er fragte aber trotzdem den älteren Kameraden, der ja russisch konnte, ob der Junge ein guter Arbeiter ist.
Natürlich lobte mich der Mann. Der Arzt befahl, dass ich im Lager bleiben darf und beim Ziegelfertigen helfen soll. Denn es war vorgesehen eine zweite Baracke zu bauen. Ich wurde immer beliebter bei dem Lagerarzt und so kam es auch dass er mich eines Tages als Wasserfahrer eingeteilt hatte.
Da es im Lager kein Wasser gab, weil es zu hoch gelegen war, musste das Wasser mit den Pferdewagen vom Ort unten geholt werden. Wir waren zu zweit und fuhren am Tage viermal.
Die 2 x 200 Liter Benzinfässer konnten wir nicht bis zum Rand füllen, weil es während der Fahrt herausplätscherte. Da wir auch unsere Lagerküche belieferten, gab es für uns ab und zu einen Schlag Suppe zusätzlich.

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