Inzwischen war es Zeit zum Mittagessen empfangen. Kurz danach wurden die Kameraden die sich zu Wort meldeten zum Verhör nach draußen in die Kommandantur gebracht. Es wurde schon Abend und die abgeholten Kameraden waren noch immer nicht zurück.
Es entstand eine gewisse Unruhe im Lager. Einige Kameraden schnappten sich die beiden unter uns lebenden Verräter und drohten ihnen Schläge an, wenn sie nicht auspacken über ihre Spitzeltätigkeit für die kommunistische Lagerleitung. Man hatte längst herausbekommen, dass sie immer verräterisch tätig waren. Die aber scheuten vor nichts zurück und sprangen sogar über den zweifachen Stacheldraht. Dort wurden sie von den Wachosten auf dem Wachturm in Schutz genommen, bevor sie noch mehr Schläge bekamen.Zur gleichen Zeit versammelten wir uns vor dem Lagertor.
Unsere Rufe, lasst unsere Kameraden wieder ins Lager, wurden inzwischen schon so laut, dass sie, wie man später erfahren konnte, in den nahliegenden Orten zu hören waren.
Aber die Machthaber blieben hart und verlangten, dass alle in ihre Baracken gehen sollen.
Aber weil unsere Rufe immer lauter wurden, gebt uns unsere Kameraden wieder frei, hatten die Machthaber Militärverstärkung herbeigeholt, so dass das ganze Lager mit Awosch (Elite Einheit) umstellt war. Auf den Wachtürmen standen inzwischen schon mehrere Soldaten mit Maschinen Gewehren. Inzwischen wurden durch ein paar beherzte Kameraden die Lichter ausgemacht.
Die Rufe wurden immer lauter, jetzt klang es aus allen Kehlen gebt unsere inhaftierten Kameraden frei und beraubt nicht länger unsere Freiheit. Es dauerte schon eine Weile und schließlich sperrten die Wachmannschaften die inneren Tore ab und gingen weg. Nach einer kurze Zeit liefen draußen am Zaun entlang etliche Soldaten mit Maschinengewehre und Handgranaten ausgerüstet vorbei.
Man merkte jetzt, dass das gesamte Lager umzingelt ist. Es wurde draußen ruhig, denn inzwischen waren sie alle in Stellung gegangen.