Am nächsten Morgen früh des 5. Oktobers gegen 9.00 Uhr kam eine Pkw -Kolonne vom Ministerium. Sie haben Untersuchungen aufgenommen über Schäden und über die Verwundeten und Toten, die durch die Schiesserei entstanden sind. Zur gleichen Zeit kamen auch die Sanitätsautos und holten die Toten und Verwundeten ab.
Bei der Schadensfestestellung waren auch einige in Zivilkleidung. Gegen Mittag erschien eine Gruppe Wachsoldaten . Sie stellten sich kreisförmig, die Gewehre gegen die Baracken gerichtet, auf. Währenddessen ging ein hoher Offizier in Begleitung einiger Offiziere von Baracke zu Baracke und sprach mit den Barackenältesten über die Stimmung der Belegschaft. Der Hauptgrund war die Suche nach den Schuldigen. ( Am Ende noch den Eindruck zu erwecken, als wären wir selber mitschuldig an diesem Drama).
Den Spitzel (Verräter) den die Wachsoldaten morgens ins Lager brachten, fanden sie natürlich zuerst. Der hohe Offizier in Begleitung suchte noch ein paar andere Kameraden heraus und sie brachten sie nach draußen zur Kommandantur. Damit begannen die großen Verhöre wieder. Am Nachmittag wurden wieder einige zum Verhör gebracht. Sie mussten sich mit dem Gesicht gegen die Wand stellen, nur einer nach dem anderen wurde in den Raum gebracht in dem die hohen Offiziere saßen. Sie mussten stramm stehen und militärische Haltung einnehmen. Dann fragte der hohe Offizier erzählen sie was an diesem Samstag und Sonntag passiert sei und was sie selber erlebt haben (aber es war ja alles nur gut Mine zum bösen Spiel). Unsere Nerven waren auf höchste angespannt. Dieser zweite Tag war fast rum. Es war Abend und man ließ uns wissen, das 5 Kameraden gestorben sind, aber die Verwundeten wurden in Budapest erfolgreich operiert. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass der erste Transport nach Hause in den nächsten Tagen erfolgen wird, aber bis dahin wird ab Morgen wieder normal gearbeitet. So hat es das Ministerium entschieden. Denn das Kraftwerk in
Tiszalök muss fertig gebaut werden.