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Meine Jugendzeit in Unfreiheit

Im Gegensatz zu meinen anderen Kameraden war ich durch meinen Bruder über das Kriegsgeschehen informiert und vorgewarnt.
Ich glaubte meinem Bruder mehr über das Kriegsgeschehen als der Presse oder den Meldungen aus dem Radio. Denn kaum einer aus dem Ort hatte solche Erlebnisse.
Als er Ende 1943 von der russischen Front nach Hause kam, war für ihn der Krieg verloren.
Er erzählte mir von seinen Erlebnissen als Honwed -Soldat im Kampf bis kurz vor Stalingrad.
Diese Erzählungen überzeugten mich davon, dass die Meldungen aus dem Radio über den „Endsieg“ nicht der Wahrheit entsprachen.
Wie erwartet musste er im April 1944 wieder einrücken.
Zu dieser Zeit habe ich in Gols, im Burgenland als Knecht auf einem Bauernhof gearbeitet. Diese Arbeit musste ich dann aufgeben um zuhause meine Mutter bei unserem eigenen Hof zu unterstützen nachdem mein Bruder wieder weg musste.
Da ich gerade 17 Jahre alt war hatte ich die Befürchtung dass auch ich zum Militärdienst eingezogen werden könnte.
Ich musste eine Vorahnung gehabt haben was mich am Ende erwartet. Aber ich sah ein, dass ich jetzt zu Hause dringend gebraucht wurde. Es vergingen kaum ein paar Monate und alle Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren mussten zur Musterung.

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