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Der Offizier gab die Anweisungen und führte die Funkgespräche. Obwohl die Russen immer wieder versuchten den Sprechfunk abzuhören gelang es der eingeschlossenen Batterie bis zum Abend sich zu befreien. Auch wir stellten fest, dass die Villa da oben auf dem Berg für den Feind zu leicht zu entdecken war.
Wir entschieden uns für einen Stellungswechsel. Gegen Abend fuhren wir mit unseren Funkgeräten auf den Pferdewagen los.
Die Straße war leblos.
Doch auf einmal gerieten wir unter Beschuss in erster Linie durch Granatwerfer.
Ich ging etwa einen Meter vor den Pferden, als plötzlich einen Splitter im Rücken spürte. Ich suchte Deckung zwischen den Pferden, bis ich merkte, dass der Kopf des einen Pferdes voller Blut und Splitter war. Anstatt schnell aus der Schusslinie zu flüchten wurden die beiden Pferde immer langsamer, da sie viele Splitter abbekommen hatten. Der Beschuss wurde immer heftiger und ich entschloss mich ohne Pferde und Wagen alleine Deckung zu suchen und rannte los.

Als ich mich nach einer Weile umsah, standen sie mitten auf der Straße und warteten auf ihr Ende.
Nachdem ich auch meine Kameraden nicht mehr sehen konnte, ging ich alleine weiter und kam am Ufer der Horty Miklosch (heute Freiheitsbrücke) an. Da waren schon mehrere Soldaten. Weil aus meiner Abteilung niemand mehr da war, teilte mich der Unterscharführer in seine Gruppe ein. Am nächsten Tag musste ich im Wechsel mit einem anderen Kameraden, einem MG Schützen, im Kontrollschacht am Donauufer in Stellung gehen. Die Brücke war gesprengt.

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