Mein Fanatischer Unterscharführer befahl mir immer wieder diesen Lautsprecher abzuschießen. Ein paar Mal habe ich es versucht, doch die Reaktion kam immer gleich.
Denn der gegenüber der Donau befindliche Russe feuerte sofort los. Manchmal flogen die Steinsplitter durch mein Kugelsicheres Loch. Es waren Splitter von dem Stein auf den ich mein MG stützte.
Nach der Aufforderung „bringt eure Kochgeschirre mit, es gibt gleich was zu Essen“ ging es richtig los. Die Russen feuerten aus allen Rohren. Man konnte schon meinen jetzt machen sie Schluss mit uns. Aber die meisten von uns waren ja in Deckung in den Kellern und hinter den großen Gebäuden.
Die Pferde, die auf der Straße standen waren die Opfer.
Nachdem wir kaum mehr etwas zu essen hatten, begannen wir das Fleisch der schwer verwundeten Pferde zu essen. Der Hunger war groß genug, das es kein Problem war, dass wir oft nicht wussten wie wir das Fleisch zubereiten sollten und es kein Salz gab.
Das Ende war vorauszusehen.
Unser Unterscharführer machte uns aufmerksam, auf das von weit her donnernde Geschützfeuer, das wie er meinte vom Schörner Bataillon kam, die unterwegs waren uns aus dem Kessel zu befreien.
Aber es kam ganz anders.
Nachdem wir schön über fünf Wochen auf den Tag warteten, hieß es „heute Abend brechen wir aus.“ Ob es ein Befehl war weiß ich nicht, denn jeder sagte es jedem weiter und so ging jeder mehr oder weniger seinen eigenen Weg.
Ich hatte Glück und traf meine Nachrichtengruppe wieder. Ich war fest entschlossen mit unserem Unterführer Fischer, der ja vom Russlandfeldzug Kriegserfahrung hatte, den Ausbruch zu begehen.