Als es schon dunkel war befanden wir uns mit einer größeren Gruppe Soldaten vor einer Straßenüberquerung. Ein höherer Offizier gab einem Unteroffizier den Befehl schnell über die Straße zu springen was diesem ohne Probleme gelang. Dann befahl er das Selbe drei Männern zugleich. Ich kann nicht mehr sagen ob das gelang, denn es erfolgte sofort eine Schießerei. Ich ging neben einer Hausmauer in Deckung.
Es dauerte nicht lang und es folgte ein fürchterliches Granatwerferfeuer. Einige Landser lagen auf mir drauf und ich war doppelt geschützt. Als die Schießerei dann endlich aufhörte waren einige verwundet. Wir rannten alle schnell weg.
Ich irrte die ganze Nacht umher bis ich früh morgens dann den Bohnenstingel Stefan (einen Schulkameraden) traf. Ich wollte mich einer Gruppe anschließen, die einen Ausbruchsversuch geplant hatte. Er aber meinte wir hätten keine Chance mehr aus diesem Kessel zu entkommen. Wir gingen also in ein Haus, in dessen Keller schon mehrere andere deutsche Soldaten waren.
Als es hell wurde versuchten einige aus dem Haus zu gehen. Sie wurden aber sofort beschossen. Es gab also kein Entkommen mehr.
Gegen Mittag kam ein Offizier in den Keller und sagte: “ Männer, es ist alles vorbei. Legt eure Waffen nieder, die Russen sind vor der Tür.“