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Nachdem wir den Inhalt brüderlich geteilt und verzehrt hatten habe ich das Kochgeschirr gut versteckt. Denn es könnte ja sein, dass er es auch bei uns sucht. Wahrscheinlich vermutete er das es Russen geklaut haben, denn es kam niemand, so dass ich nach dem Schichtwechsel morgens mit meinem Kochgeschirr ins Lager marschierte.

Der Winter und das Frühjahr waren die schlimmste Zeit für uns, denn es gab nichts zu organisieren auf den Feldern. Im Sommer gingen die OKA - Kameraden (die ganz Schwachen und Kranken im Lager) zum Mölde um Brennsesseln für das Lager zu sammeln. Von den gesammelten gab es dann etwas größere Portionen. Inzwischen wurde auch der freie Sonntag eingeführt. Er wurde aber in der Hauptsache für Lagerarbeiten oder die regelmäßigen Filzungen nach Messern oder ähnlichem genutzt. An dem freien Tag wurden auch Verhöre durchgeführt. Auch ich wurde wieder zum Verhör geholt. Der NKWD -Offizier wollte wieder wissen, bei welcher Division ich gedient habe. Ich konnte nur wiederholen bei der Kornblumen Division. Für ihn war das wieder gelogen.

Ich müsste bei der Totenkopf -Division gewesen sein. Er wurde wieder wütend weil ich durch die Dolmetscherin sagen ließ, dass die Totenkopf-Division beim Rückzug aufgelöst wurde und in Ungarn wieder aufgebaut wurde mit dem Namen Kornblumen Division. Für meine Gegendarstellung musste ich für eine Nacht in den Karzer.

Diese Verhöre wiederholten sich so alle halbe Jahre wieder.

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