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Mit dem etwas zu organisieren während der Arbeitszeit wurde es immer schwieriger.
Es kam die Herbstzeit. Da die Kirche in der wir untergebracht waren unterkellert war, begann auch bei uns im Lager die Einkellerung der Kartoffeln. Eines Abends als wir von der Arbeit kamen, stand ein Lkw vollbeladen mit Kartoffeln. Die Kameraden die abladen durften waren ausgesuchte Leute mit Protektionen. Die einen füllten die Körbe und die andren trugen sie in den Keller.
Der Posten ging immer um den Lkw herum, denn es standen schon einige Kameraden herum und überlegten wie man zu ein paar Kartoffeln kommen könnte.
Wenn die Körbe manchmal zu voll waren fielen ein paar auf den Boden.
Immer wieder hatten es welche riskiert sie zu holen, obwohl die Gefahr bestand, dabei einen Schlag abzubekommen.
Eine Weile verfolgte ich diesen Vorgang, dann beschloss ich meine Idee zu verwirklichen.
Ich wusste schon, das was ich jetzt vor hatte ein riskantes Unternehmen ist, denn wenn ich dabei erwischt werde, folgt der Karzer und womöglich noch eine Meldung and den NKWD -Offizier, bei dem ich durch die Verhöre wegen der SS Zugehörigkeit bekannt bin.
Aber ich entschied mich für die gute Idee. Der Zeitpunkt war da als der Korb voll war, aber der Träger noch nicht oben war. Ich stürzte zum Lkw schnappte den Korb auf die rechte Schulter und lief die drei Treppen hoch zum Kircheingang. Vor der geöffneten Tür bekam ich einen Schlag mit dem Gewehrkolben ins Kreuz, ich flog nach vorne, konnte aber noch den Korb in die Kirche schleudern.
Als ich mich von diesem Schlag erholte und mich umsah, waren die Kameraden feste am aufsammeln. Mir kamen aber fast die Tränen, nicht vor Schmerz sondern vor Freude, denn die aufgesammelten Kartoffeln lagen jetzt fast alle auf meinem Bett, dass in der Nähe der Tür war.

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