Am nächsten Tag als der Alte vom Basar zurückkam, suchte er mich unauffällig. Dieser Handel klappte noch einmal, denn ich konnte einen Kameraden dazu überreden. Kurz darauf hatte ich weiniger Glück als ich das Gleiche mit meinen Stiefeln machen wollte. Wir waren wieder am Donez unten und ich verschwand schon gleich morgens nach der Ankunft am Arbeitsplatz. Es war noch dunkel und ich war schon in ein paar Häusern, aber der eine hatte kein Geld, der andre keine alten Schuhe.
Jetzt fand ich endlich einen der hatte auch alte Schuhe. Als wir vor seiner Tür feste am verhandeln waren (ich wollte noch 50 Rubel dazu) ging nebenan eine Tür auf und der Sergeant der bei uns im Lager ein paar Tage davor die Stiefel ausgegeben hatte stand mit verschlafenem Gesicht vor der Tür.
„Also so, der Kriegsgefangene verkauft seine Stiefel.“ Ich dachte schon an Strafarbeit in Sibirien. Er fragte wie ich heiße wo ich arbeite und welche Brigade. Ich ging aufs ganze und belog in vollständig. Er notierte sich alles und ich durfte wieder gehen. Als ich zurück kam, war mein gutbekannter Brigadier Ernst Haleck gerade fertig mit der Arbeitseinteilung
Ich beichtete ihm natürlich alles und er wusste sofort einen Ausweg.
Wenn der Lastwagen kommt, fährst du mit Steine holen, falls Du hier gesucht wirst. Seine Idee war gut, aber als wir mittags mit dem Lkw ankamen, sah ich von weitem schon wie der Sergeant bei einem Kriegsgefangenen stand und ihn verdächtigte der zu sein, der heute früh die Stiefel verkaufen wollte.
Bevor der Lkw anhielt sprang ich ab und versteckte mich. Nachdem er den Mann nicht finden konnte, sagte er zum Brigadier heute Abend vor dem Lagertor finde ich ihn. Am Abend vor dem Lagertor stand ich gut verkleidet in der ersten Fünferreihe. Er ging Reihe für Reihe durch und schaute sich jeden genau an. Der Brigadier erklärte ihm wieder, dass der Mann nicht von dieser Brigade ist. Endlich gab er auf und wir marschierten ins Lager. Ich dachte diesmal hatte ich nicht nur Pech, sondern auch großes Glück.