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Nach dem Zählen hieß es wir marschieren in ein anderes Lager, wo noch mehr Kameraden sind.
Denn von dort geht der Transport nach Hause. Als wir etwa 400 Mann mit lockerer Bewachung dort ankamen, waren dort bereits einige Kriegsgefangene.
Wir suchten sofort Kontakt mit den anderen und fragten, wie üblich von wo kommt ihr denn her und wo habt ihr gedient und was seit ihr für Landleute. Ich glaube bis zum Abend wusste jeder von uns, dass wir alle Ungarndeutsche sind und bei der Waffen SS gedient hatten. Die nächste Frage war jetzt, wieso wurden wir Ungarndeutsche nicht zusammen mit den Reichsdeutschen entlassen, wo wir doch auch in Deutschland unsere neue Heimat haben. Wir ahnten jetzt schon, dass uns keine Entlassung bevorsteht.

Als es am nächsten Morgen nach dem Wecken hieß Essensholer raustreten, rührte sich keiner von der Pritsche. Einige kamen von der Latrine zurück und berichteten dass alle das Essen verweigern wollen. Es wurde schon grau da draußen und auf einmal gab es ein Geschrei alles raustreten.
Als wir in den Lagerhof kamen waren schon einige von den Wachmannschaften in Wartestellung.
Jetzt kam das Kommando alles rein in die Küchenbaracke zum Essenfassen.
Wir gingen rein, aber das Essen verweigerten wir nach wie vor. Der Lagerkommandant, ein Kapitän befahl jeder muss zum Schalter und sein Essen holen. Es bewege sich aber keiner vom Platz und jeder Versuch uns zum Essen zu zwingen blieb erfolglos. Auf die Frage warum wir nicht Essen gab es von uns keine Antwort. Das dauerte jetzt schon stundenlang und obwohl wir Hunger hatten, wollten wir unseren Hungerstreik fortsetzen. Nun kam eine Unruhe bei den Bewachern auf.
Man hörte schon das Meldung machen der Lagerkommandanten.
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