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Es war Herbst geworden. Es ging die Parole um, das Lager soll aufgelöst werden. Ich dachte ich lasse mir die Gitarren nicht abnehmen. Denn ein Lagerwechsel war immer mit Filzung wie wir es nannten verbunden.
Eines Tages, morgens es war noch etwas dunkel stand ich mit meiner Gitarre unter dem Mantel in der Mitte der Fünferreihe. Kaum angekommen auf der Baustelle suchte ich die beste Gelegenheit zu verschwinden. Es war nicht weit zum Basar in der Stadt.
Hier versuchte ich durch Spielen und Schreien Gamu Gitarra nada (wer will eine Gitarre kaufen) die Leute aufmerksam machen auf mich. Zwischen den Marktständen beobachtete einer mich und kam auf mich zu. Es war der Csonka Josef, der auf Organisations -Tour war.
Die Freude war groß und durch sein Schein-Kauf-Interesse, konnte ich endlich die Gitarre verkaufen. Nun mit der Parole Auflösung des Lagers war doch was daran. Ein paar Wochen danach, war es wirklich so weit. Es ging dieses Mal Richtung Heimat.
Als wir an der ungarischen Grenze von den Volkspolizisten übernommen wurden, hatte mein Vetter Hans ein komisches Gefühl und meinte hier stimmt etwas nicht. Wir aber meinten endlich haben wir nach so vielen Jahren diese russischen Bewacher los. Er hatte aber recht, den als die Vopos von uns angesprochen wurden, fauchten sie uns an wir dulden keinerlei Unterhaltung.
Für einen Empfang in der Heimat, war es sehr merkwürdig.
Der Zug hielt in Budapest am Ostbahnhof.
Von hieraus wurden wir unter strengsten Bewachung wie Schwerverbrecher zum Tolenz einer Art Gefängnisgebracht. Wir lagen hier zu Hunderten in einem Raum auf dem Fußboden wie Heringe. Am nächsten Tag ging es los mit den Verhören. Die zum Teil noch jungen Herren darunter auch einige Juden erhöhten die Demütigung in dem sie uns SS Banditen und Judenvergaser nannten.

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