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Als der Winter vorbei war kamen wir nach Kuskemèt zu Bauarbeiten. Die Arbeit war sehr schwer. Trotzdem lobten wir Gott endlich nach diesen grausamen Behandlungen im Gefängnis wieder frische Luft atmen zu können. Es wurden sogar welche nach den Verhören zum Tode verurteilt oder wo anders hingebracht. Nach ein paar Monaten ging es für etwa die Hälfte in Richtung Osten nach Kazinebarcika.Hier wurden wir in einen Wohnblock untergebracht. Die Innenausstattung war aber genau so wie in Russland mit stockhohen Holzpritschen.

Hier waren aber schon einige ungarische Kecskemet Csendörök -Gendarmen, die das gleiche Schicksal hinter sich hatten wie wir. Mein Vetter Hans und der Michael Ritter waren im selben Raum wie ich. Auf der Pritsche über mir waren zwei ungarische Offiziere, der B Taschibetz Adam und der Dr. Rituai Tiber. Ich hatte mich mit den beiden gut angefreundet. Sie sprachen sehr gut Deutsch und weil ich kaum ungarisch konnte unterhielten wir uns deutsch.

Sonntags hatten wir frei und es wurde mir langweilig. Ich beschloss etwas Sinnvolles zu unternehmen in meiner Freizeit. Mein guter bekannter Hans, war Schreiner von Beruf. Wir bauten uns Mandolinen für ihn und für mich. Bei der Saiteneinteilung half uns der ungarische Offizier B Taschibetz Adam. Der Gitarrenunterricht in Woronesch kam mir zugute, so dass ich bald etwas spielen konnte, was die bedrückte Stimmung aufhellte. Unser Stubenkommandant war ein ungarischer Gendarmerie Unteroffizier und gleichzeitig der Brigadier auf der Baustelle. Wir waren zuständig für Entladen und Beladen der Güterwaggons und Lkw. Auf dieser Großbaustelle wurden große Hallen sowie Fabrikgebäude von uns gebaut. Viele von uns waren ja durch jahrelange Gefangenschaft so richtige Allroundbauarbeiter.

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