Die Zeit verging und wir Verschwiegenen lebten so in der Hoffnung weiter, wenn es einen Herrgott gibt, kann er doch nicht soviel Ungerechtigkeit gelten lassen. Wie kommen diese Machthungrigen Kommunisten dazu uns ohne jeglichen Grund für ihre Arbeitszwecke festzuhalten uns zu schinden, zu unterdrücken und auch noch vor der Weltöffentlichkeit zu verschweigen. Viele von uns, wie ich auch waren nur ein paar Monate Soldat und dafür bis über fünf Jahre russischer Gefangenschaft, und nun haben die umgeschwenkten Ungarn uns der Freiheit beraubt, wo sie doch die Deutschen aus Ungarn vertrieben haben, aber uns, die Väter und Söhne derer zur Zwangsarbeit festhielten. Im Frühjahr 1953 bevor sie ihre in Ungarn lebenden Gefangenen entließen, hatte mich noch der größte Handlanger und Hauskommandant Monore wegen meines Deutschredens beim Politoffizier verpfiffen. Er selber brachte mich zum Verhör.
Der Politoffizier ein Oberleutnant der einiges älter war als ich, hatte im Erdgeschoss sein Büro. Er las mir meinen Namen, Geburtsdatum und meine neue Heimatanschrift Andau Österreich vor. Er fragte, ob das so stimme, Ich erwiderte ja. Er fragte, ob das wahr wäre, dass ich nur Deutsch spreche und außerdem noch Fluchtversuchspläne mache. In meinem schlechten ungarisch und halb deutsch erklärte ich ihm, dass das nicht sein kann, den ich befasse mich in meiner Freizeit mit Musik. Daraufhin wollte er wissen, wenn nicht ich, wer den sonst. Ich sagte ich glaube niemand. Ich durfte gehen und wurde aber nach zwei Wochen wieder zum Verhör gerufen. Die erste Frage war: „können Sie mir jetzt die Namen nennen?“ Ich sagte nein es gibt keinen der einen Fluchtversuch plant. Dann wechselte er das Thema und fragte, ob mir das Essen reicht. Ich sagte in Russland gab es auch nicht mehr. Nun blätterte er in meiner Akte und sagte: „Sie sind in Mosonzentpèter geboren, das liegt nur einige Kilometer von Andau entfernt.“