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Wenn ich daran denke wie wir zwei Tage lang einen Transport mit Zement entladen mussten. Von den Waggons über den Bahngraben bis zur Halle waren es etwa 100 m weit, bis ich da ankam, glaubte ich immer ich breche zusammen, so ähnlich ging es den anderen 20 Kameraden auch. Bei dem täglichen Zählappell abends machten sich diese kommunistischen Peiniger noch lustig über uns.
So kam es das eines Abends der Feldwebel fragte, ob jeder zufrieden sei mit der Unterbringung und überhaupt. Jeder der zufrieden ist soll die Hand hochheben. Es ist verständlich, dass sich keiner getraute dem zu widersprechen. Er überzeugte sich, ob jeder die Hand oben hatte. Ich stand da und machte keinerlei Bewegung. Der Feldwebel kam auf mich zu und sagte und du bist nicht zufrieden? Ich sagte nein. Er aber: „Komm mit Du darfst Dich beklagen.“ Der eine Vopo begleitete mich runter in die Wachstube.
Als das Zählen zu Ende war, kamen die anderen auch. Der Feldwebel gab mir den befehl Liegestützen zu machen, die hätte ich ja gelernt bei der SS. Als ich total fertig auf dem Boden lag, traten sie mich mit den Füssen überall hin, auch ins Gesicht. Ich muss eine Weile ohnmächtig gewesen sein, bis ich durch die kalte Dusche über meinem Kopf wach wurde.
Mit der Bemerkung: „was habt ihr mit den Juden gemacht?“ war die Folterung zu Ende. Ich dachte darüber nach wie die ehemaligen Hitlerverbündeten Ungarn, die selber im Land das Judenproblem auf ihre Art lösten den Spieß umdrehten und heute andere für ihre Aktionen verantwortlich machten.
Als ich oben in meiner Unterkunft ankam, schliefen die anderen schon.
Aber meinem Vetter Hans, dem meine lange Abwesenheit zu schaffen machte, lag noch wach auf meiner gegenüberliegenden Pritsche. Da unsere Schlafräume auch nachts beleuchtet waren, konnte er gleich sehen wie ich aussah.

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